Freitag, 17. Juni 2011

Mit Pflanzen färben braucht Zeit, ..

weil das Zeug muß ja auch gesammelt und eingeweicht werden.
Einmal mit Ringelblume ergab ein zartes Gelb. Möglicherweise habe ich die getrockneten Ringelblumen zu kurz eingeweicht. Das intensivere ist Walliser Schwarznase, die schwächere Farbe Milchschaf. Draußen hängen noch etliche Batts zum Trocknen.
Und dann die Überraschung: Habe heute bei einem Baumstrunk im Garten Pilze entdeckt und diese kurzerhand gepflückt. Das Ergebnis finde ich wirklich erstaunlich. Ein zartes Lila. Leider habe ich da nur zwei Batts, da die Pilzernte nicht sehr ergiebig war.


Meine Küche ist jetzt allerdings ein Chaos.
Derzeit köcheln Rhabarberblätter mit Wolle im Topf, sieht aber leider momentan nicht sehr vielversprechend aus.
Umso vielversprechender ist der Rhabarberkuchen, der unten im Ofen auf den Verzehr wartet.



Tränendes Herz

Kommentare:

  1. Das ist ja wirklich ein sehr erstaunliches und schönes Lila. Hast Du rausgekriegt, was es für Pilze waren?

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  2. Nein, leider nicht, ich habe halt wieder ganz typisch unprofessionell und unwissenschaftlich mir einfach die Pilze gekrallt und losgelegt. Ich hege aber die vage Hoffnung, daß sie an der gleichen Stelle wieder nachwachsen und dann werde ich das Ganze ganz wissenschaftlich angehen.
    lg Sabine

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Über mich

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Die Idee Dinge des täglichen Gebrauchs selbst herzustellen hat mich immer schon fasziniert. Außerdem liegt es mir sehr am Herzen altes Wissen nicht verloren gehen zu lassen. Manchmal könnte man mich als Konsumverweigerin bezeichnen, allerdings bin ich den modernen Dingen durchaus nicht abgeneigt, ich habe nur etwas gegen die Wegwerfgesellschaft. Ich habe einen Hang zu alten Dingen, sei es nun Möbel, altes Geschirr, Klamotten. Bücher stehen in stetiger Konkurrenz mit meiner Spinnerei. So lese ich gerne Bücher über den asiatischen Raum, ab und zu Fantasy und sozialkritische Bücher und natürlich sammle ich Bücher über Spinnen, Färben, Handarbeiten. Wie könnte es anders sein. Nebenbei habe ich auch noch den unseligen Hang Kochbücher zu sammeln, gekocht wird dann allerdings in den meisten Fällen "Schnelle Küche". Zur Erntezeit muß ich allerdings das Spinnzeug weglegen und auch mal in die Küche bzw. vorher in den Garten gehen. Dann wird eingekocht und eingemacht. Ich habe zum Leidwesen meines Mannes den Hang bei dem Anblick von Wollfasern alles um mich herum zu vergessen und natürlich Unmengen an Spinnfutter gehortet.