Dienstag, 18. März 2014

Tutorial Rohwolle waschen Teil I

Zuallererst sucht euch einen geeigneten Bottich. In meinen Fall ist das eine alte Babybadewanne.
Nun trennen wir die Wolle in geeignete und ungeeignete.
Diese angekackte Wolle hat in unserem Waschwasser nichts zu suchen. Also ab auf den Müll oder falls ihr Tomaten habt, könnt ihr auch ein wenig davon hineingraben oder darauflegen. Sie speichert Feuchtigkeit und gibt einen guten Dünger ab. 









Diese Fasern mögen wir. Sie sind absolut perfekt.



















Diese hier kommen ebenfalls in den Müll. Viel zu kurz und ungeeignet. Seid ruhig großzügig mit dem Wegwerfen. Wolle ist nachwachsendes Material.
Und jetzt brauchen wir einen Heißwasserhahn und Spülmittel. Ihr könnt natürlich auch im Garten waschen, wenn ihr dort einen Heißwasserhahn habt. Mir war das etwas zu anstrengend dauernd heißes Wasser hinunter zu schleppen. Deshalb wasche ich in der Badewanne.

Einige Spritzer Spülmittel über die Wolle leeren. 
Diese Wolle war sonnenwarm. Deshalb habe ich gleich mit warmen Wasser begonnen. Ansonsten gilt es mit der gleichen Temperatur Wasser anzufangen, welche die Wolle hat. Langsam die Temperatur erhöhen. Und die Wolle möglichst nicht bewegen.


Gleichmässig die Brause über die Wolle gießen, bis der Bottich ordentlich voll ist. Die Wolle soll schön darin schwimmen. Währenddessen die Temperatur immer weiter erhöhen. Zum Schluß könnt ihr auch kochendes Wasser darüber gießen. Solange die Wolle nicht bewegt wird, kann eigentlich nichts passieren.



Kommentare:

  1. Beim Zusehen kommt schon wieder Laune auf, mitzumachen. Das Sortieren am Anfang ist das Mühsamste, aber wenn die Flocken dann erst einmal fluffig und sauber daliegen, ist es den Aufwand wert.
    LG, Birgit

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  2. Danke für die Fotos!
    Danke auch für Deine Genesungswünsche.
    Ich fühle mich wieder fit (trotz der vielen Medikamente).
    LG Ute

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Über mich

Mein Bild
Die Idee Dinge des täglichen Gebrauchs selbst herzustellen hat mich immer schon fasziniert. Außerdem liegt es mir sehr am Herzen altes Wissen nicht verloren gehen zu lassen. Manchmal könnte man mich als Konsumverweigerin bezeichnen, allerdings bin ich den modernen Dingen durchaus nicht abgeneigt, ich habe nur etwas gegen die Wegwerfgesellschaft. Ich habe einen Hang zu alten Dingen, sei es nun Möbel, altes Geschirr, Klamotten. Bücher stehen in stetiger Konkurrenz mit meiner Spinnerei. So lese ich gerne Bücher über den asiatischen Raum, ab und zu Fantasy und sozialkritische Bücher und natürlich sammle ich Bücher über Spinnen, Färben, Handarbeiten. Wie könnte es anders sein. Nebenbei habe ich auch noch den unseligen Hang Kochbücher zu sammeln, gekocht wird dann allerdings in den meisten Fällen "Schnelle Küche". Zur Erntezeit muß ich allerdings das Spinnzeug weglegen und auch mal in die Küche bzw. vorher in den Garten gehen. Dann wird eingekocht und eingemacht. Ich habe zum Leidwesen meines Mannes den Hang bei dem Anblick von Wollfasern alles um mich herum zu vergessen und natürlich Unmengen an Spinnfutter gehortet.