Dienstag, 12. Juni 2012

Es ist geglückt..

Ihr erinnert euch, daß ich hier über mein Brot- und Weckerlrezept berichtet habe?
Und auch daran, daß ich mit selbstgemachter Wildhefe experimentiere?
Nun der Versuch ist geglückt. Heute nachmittag ist ein unglaubliches gutes Brot gelungen.
Schon beim Kneten des Teiges hatte ich den Eindruck, daß er um ein vieles flaumiger ist als sonst. Und auch beim letztendlichen Formen der Brötchen konnte ich einen eindeutigen Unterschied zur gekauften Hefe feststellen.
Hier nun nochmals der Link zu Backhefe selbst herstellen
falls ihr es auch versuchen möchtet. Bei einigen funktioniert der Link scheinbar nicht, dann bitte auf www.daskochrezept.de gehen und in die Suchfunktion "Backhefe oder Backhefe selbst gemacht" eingeben.
Und nun ein paar Bilder zu meiner Wildhefe und dem Endergebnis.


So soll sie aussehen, wenn sie fertig ist und sie sollte eindeutig einen angenehmen Geruch haben. Irgendwie erinnert mich der Geruch an Most. Diese Wildhefe ist jetzt eine Woche so gegoren. Ich habe sie mit Bioäpfeln angesetzt.
Blick von unten. Die Flüssigkeit wird dann durch ein Sieb gegossen und ist dann die eigentliche Hefe. Die Äpfel kann man noch einmal für einen neuen Ansatz verwenden. Es ensteht dann auch deutlich schneller neue Hefe.

Vorteig mit Wildhefe angesetzt und ca. 1/2 Stunde gehen lassen



fertig aufgegangener Teig
kläglicher Rest nach dem heutigen Abendessen































Dieses Brot habe ich übrigens nach dem Rezept im obigen Link gebacken und auch einen Tag davor mit meinem selbstgemachten Sauerteigansatz angesetzt.
Noch ein Tipp:
Die selbtangesetzte Hefe mag es gerne sehr warm zum Aufgehen und sie braucht mehr Zeit, als die fabriksgefertigte Hefe. Man muß also Geduld haben. Also falls sie bei euch nicht aufgeht, versucht es mit etwas mehr Wärme,wie z.B. auf die Heizung stellen oder den Backofen auf 50° vorheizen, dann abdrehen und dann die Teigschüssel hineinstellen.
Gut ist es auch, wenn ihr eure Wildhefe nicht direkt aus dem Kühlschrank hinzugebt, sondern sie einige Stunden vorher ins Warme stellt.

Kommentare:

  1. Toll! Ich hab mir das Rezept mal schnell ausgedruckt und werde es probieren! Danke für den tollen Tipp!

    Liebe Grüße
    sara

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  2. Danke, danke, danke. Toll, ich brauche viel Hefe und bin nie ganz glücklich damit (ich nehme Trockenhfe weil ich die andere nicht so gerne mag). Das werde ich probieren!

    Ich fange morgen gleich an und werde berichten.

    LG Uta

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  3. Einen schönen guten Morgen von mir,…

    schön das du uns dein neustes Werk vorstellst, vielen Dank und viel Spaß weiter hin und wenn ich die Wetterkarte so ansehe, es wird wieder kalt.

    Ich wünsche dir einen entspannten Tag und viele wissen wie der Tag endet, rund um Fußball, man wird sehen ob sie es schaffen, wäre gar nicht auszudenken wenn die Jungs nach Hause müssten, ich bin überzeugt das sie es schaffen,

    Von Herzen ♥ Monika

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  4. Wie interessant! Dann macht man also so die Wildhefe. Mir hatte ja vor einiger Zeit ein Demeter-Bäcker empfohlen, diese Flüssigkeit dann als Grundlage für den Sauerteig zu nehmen. Habe es mir auch abgespeichert. Wird alles ausprobiert!
    LG Anke

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  5. Als ich das erste Foto sah, dachte ich, du hättest Wolle gefärbt. *grins

    Das klingt ja total spannend!

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    1. Ja, spannend war es tatsächlich, vor allem, ob es klappt. Ist ja doch immerhin eine Wartezeit von einer Woche.
      Und das Wollsüchtige automatisch an Wolle denken, ist ja wohl klar. ;)
      lg Sabine

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  6. Hallo Sabine,
    anscheinend bin nur ich zu blöd, trotz dem Link nicht zum Rezept zu kommen. Irgendwie finde ich es nicht, dabei möchte ich es gerne ausprobieren.
    Lg
    Brigitte

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    1. Liebe Brigitte, versuche es jetzt noch mal, eigentlich müßte er funktionieren. Ansonsten einfach bei der Suchfunktion bei www.daskochrezept.de "Backhefe oder Backhefe selbstgemacht" eingeben. Dann müßtest du es auch finden.
      lg Sabine

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Über mich

Mein Bild
Die Idee Dinge des täglichen Gebrauchs selbst herzustellen hat mich immer schon fasziniert. Außerdem liegt es mir sehr am Herzen altes Wissen nicht verloren gehen zu lassen. Manchmal könnte man mich als Konsumverweigerin bezeichnen, allerdings bin ich den modernen Dingen durchaus nicht abgeneigt, ich habe nur etwas gegen die Wegwerfgesellschaft. Ich habe einen Hang zu alten Dingen, sei es nun Möbel, altes Geschirr, Klamotten. Bücher stehen in stetiger Konkurrenz mit meiner Spinnerei. So lese ich gerne Bücher über den asiatischen Raum, ab und zu Fantasy und sozialkritische Bücher und natürlich sammle ich Bücher über Spinnen, Färben, Handarbeiten. Wie könnte es anders sein. Nebenbei habe ich auch noch den unseligen Hang Kochbücher zu sammeln, gekocht wird dann allerdings in den meisten Fällen "Schnelle Küche". Zur Erntezeit muß ich allerdings das Spinnzeug weglegen und auch mal in die Küche bzw. vorher in den Garten gehen. Dann wird eingekocht und eingemacht. Ich habe zum Leidwesen meines Mannes den Hang bei dem Anblick von Wollfasern alles um mich herum zu vergessen und natürlich Unmengen an Spinnfutter gehortet.