Montag, 13. August 2018

Das Michi von Schwarzenstein ist endlich da

Nach fast 2 Jahren Wartezeit ist es endlich da und das Warten hat sich gelohnt. Das Spinnen damit ist einfach ein Traum. Kein Geknatter, kein Gequitsche, ein ganz neues Spinngefühl. Nicht das ich jetzt mein gutes altes Sonata schlecht machen will, aber vermutlich ist es ungefair so, wie wenn man vorher einen VW Golf gefahren hat und dann plötzlich auf BMW umgestiegen ist.
Ich bin immer noch beeindruckt, wie unglaublich gut durchdacht das Michi ist. Und nein hergeben werde ich es sicher nicht.
Auch dass man keinen Einzugshaken mehr benötigt, finde ich unglaublich angenehm. Meistens habe ich den nämlich irgendwo herumliegen und nicht gefunden. Auch das Antreten geht meistens ganz ohne Antreiben des Schwungrades. Am Anfang sehr ungewohnt, aber sehr bequem, wenn man sich daran gewöhnt hat.
Für die Tour de Fleece ist eindeutig zu spät gekommen, aber vielleicht werde ich nächstes Jahr mitmachen. 
Das ist das erste Michi-Garn, quasi die Premiere.

Landfrauen-KÜCHE

Über  Blog dein Buch 
ist mir dieses Kochbuch

in die Hände gefallen.

Das Buch führt anhand von Rezepten durch die Jahreszeiten. Schön bebildert und mit
genauen Rezeptanleitungen.
Im ersten Teil findet man einen saisonalen Kalender, interessante Information über alte Nutztierrassen, gute Planung beim Einkaufen und richtige Lagerhaltung. Auch einige Bauernhöfe mit nachhaltiger Landwirtschaft werden schön bebildert vorgestellt. Viele gute Tipps über richtiges Auftauen, ob Gemüse- und Obstsorten in oder nicht in den Kühlschrank gehören sowie Infos über Nährwertangaben, Zutaten und Maßeinheiten vervollständigen die ausführlichen Informationen.

Im 2. Teil des Buches starten wir auch schon mit dem Frühling und den dazugehörigen Rezepten. Die Rezepte sind teilweise ganz simple Dinge, wie eine Spinatcremesuppe, die mit wenigen Zutaten zu kochen ist. Aber auch ganz raffinierte Rezepte wie eine Lachsterrine mit Kräuterjoghurt ist zu finden.
In jeder Jahreszeit wurde ein komplettes Menü zusammengestellt, wie z.B. ein Ostermenü oder ein Sommerbüffet mit mehrere Gängen.
Typisch Deutsch kommt im Winter auch der Kohl und all seine Varianten nicht zu kurz.
Ein tolles Weihnachtsmenü rundet das Buch dann im Finale ab.

Das Buch wirkt eigentlich nicht wirklich umfangreich auf den ersten Blick, bei genauerem Hinsehen offenbaren sich allerdings eine Fülle an Informationen. Im ersten Drittel die Vorstellung der Bauernhöfe und die vielen Infos, die man durchaus gut gebrauchen kann im täglichen Kochleben.
Die restlichen 2 Drittel des Buches sind gefüllt mit Rezepten, die eigentlich jeder nachkochen kann. Da ich einen Garten habe und oft auf die Schnelle eine zündende Idee z.B. für Unmengen an Kohl brauche, habe ich mich mittlerweile schon sehr oft von diesen Rezepten inspirieren lassen.
Womit ich weniger etwas anfangen konnte, waren die raffinierteren Rezepte, wie Lachsterrine oder Entenbrust-Frucht-Spieße. Da ich meistens die passenden Zutaten für so etwas nicht daheim habe, habe ich mich auch nicht näher mit diesen Rezepten befasst.
Mir haben es mehr die einfachen Rezepte wie der gedeckte Apfelkuchen oder das Kressesüppchen angetan. Zutaten die man fast immer daheim hat, natürlich zur passenden Jahreszeit.
Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch, in dem man immer wieder nachschlagen kann.

Das Buch ist von der Verbraucherzentrale 
herausgegeben worden und ist unter anderem hier bestellbar 



Sonntag, 17. Juni 2018

Coilgarn

Bei meinem Spinnkurs, war eine Teilnehmerin gleich zu Anfang ganz verrückt nach Art Yarn.
Das hat mich inspiriert mich auch wieder mal daran zu versuchen.
Ich überlege, dann immer, wo ich es am besten unterbringen kann. Aber diesmal bin ich auf eine wirklich gute Idee gekommen. Derzeit stricke ich an einer Weste und da die superbunte Wolle ein bißchen zu wenig ist, kombiniere ich sie einfach mit diesem Coilgarn.
Und tatsächlich, es fügt sich sehr harmonisch ein.
Die Arbeit geht leider etwas schleppend voran, da derzeit der Garten und das Einkochen  vorgeht. 

Donnerstag, 17. Mai 2018

Spinntreffen in Fieberbrunn Eindrücke

Wie jedes Jahr hatten wir auch dieses Jahr wieder ein großes Spinntreffen im Sozialzentrum in Fieberbrunn.
Freitag abend gemeinsames Abendessen und Samstag ging es dann richtig los mit Spinnen.

Diesmal auch mit dem Spinnspiel "Reise nach Jerusalem".
Mit 3 - 4 Stunden ging es sich allerdings nicht aus. Vermutlich war jede mit dem 100g Kammzug etwas zu großzügen. Auf jeden Fall war es unglaublich lustig und wir hatten viel Spaß.

Bedanken wollen wir uns noch ganz herzlich beim Sozialzentrum Fieberbrunn und seinen Bewohnern.
Jedes Jahr ermöglicht ihr es uns zu euch zu kommen und bei euch zu spinnen. Über euer großes Interesses haben wir uns sehr gefreut.







Freitag, 13. April 2018

Carnaby Skirt aus Milchseide

Nachdem ich 2 Teströcke gestrickt hatte, ging es nun an den eigentlichen Wunschrock. Da ich 3 Farbe verwendete, musste ich immer wieder die Fäden abschneiden, sodass ich vorher lieber austesten wollte, wie der Rock wird.









Hier noch der Rest meiner Sockenwollfärbeaktion rechtzeitig zum Spinntreffen in Fieberbrunn nächste Woche


Montag, 2. April 2018

Carnabyskirt der Zweite

Wieder mal aus dem gehorteten Stash meiner Oma, habe ich noch einen wirklich warmen Winterrrock fabriziert. Die wunderschönen Knöpfe sind wieder vom Knopferlmayer in Salzburg. Ein Knopferlgeschäft mit 250 Jahre alten Charme. Die lieben Damen im Geschäft lassen den Kunden sogar hinter die Buddel, um die Knöpfe näher zu betrachten und sind voll engagiert, was das Aussuchen der richtigen Knöpfe anbelangt.









Die Ostereierfarben habe ich heuer direkt weiterverwertet, um Sockenwolle zu färben. Hier der erste Schwung.

Donnerstag, 29. März 2018

Handschuhparade

Was tun mit 100 - 200 g Kammzügen? Ich verspinne die eigentlich unheimlich gerne, weil sie flott gehen. Meistens sind es Tauschwaren oder Geschenke und es ist natürlich immer schön, etwas zu verspinnen, was andere gefärbt haben.
Dann stehe ich immer vor der großen Frage, wie ich es verarbeiten soll.
Tücher habe ich ja mittlerweiler genug.
In dem kalten Winter waren warme Handschuhe gefragt. Wenn man das System einmal kapiert hat, gehen die Dinger ja ganz flott von der Hand und verbrauchen eigentlich auch nicht viel Wolle.
Zuallererst war mir nach Frühlingsfarben. Eine liebe Freundin hat mir die pflanzengefärbten Batts geschenkt und diese Handschuhe waren für mich, weil ich ganz dringend welche brauchte, wenn ich mit dem Hund spazieren gehe.

Und weil es so schön war, bin ich mal auf die Suche nach den vielen 100 g Garnen auf den Dachboden gegangen. Schwups waren welche für meine Tochter, meine Mama und meinen Sohn fertig. Wobei die für meinen Sohn aus Kaufwolle sind, der hat immer farbenmäßig Extrawünsche. Sohn wollte dann auch noch die Daumenspitze frei haben, um auch in der Kälte sein Smartphone bedienen zu können.

Mittwoch, 28. März 2018

Doggln

Diesmal Größe 39. Mir gefällt besonders dieser Stoff sehr gut. Ich versuche ein wenig andere Wege zu gehen. Genau genommen haben die Doggln im Tiroler Unterland vorne noch eine Leder- oder  Stoffkappe und auch an der Ferse oft noch einen Schutz. Allerdings finde ich, macht das die Schuhe sehr klobig. Und da sie nicht wie früher mehr außen getragen werden sondern als reine Hausschuhe brauchen sie auch nicht so viel Schutz.

Freitag, 16. Februar 2018

Diesmal edle Doggln

Und wieder ist ein Paar fertig geworden. Mit jedem Paar werde ich besser und diesmal sind sie besonders edel geworden.
Jetzt habe ich auch die ultimative Technik entdeckt, um mit der Nadel durch die dicke Filzsohle zu kommen. Und zwar schlage ich vorher Nägel ein und somit geht die Nadel durch wie Butter.

Montag, 22. Januar 2018

Rollercoaster Triangel

Zur Abwechslung mal wieder einen Rollercoaster Triangel
Diese Wolle hat jetzt endlich ihre Bestimmung gefunden. Es war mein erster Kammzug, den ich damals auf meinem neuen Sonata gesponnen habe.
Nur wusste ich nie so recht was ich daraus machen sollte. 2 x habe ich wieder
aufgetrennt und dann lag die Wolle ziemlich lange.
Jetzt hat eine liebe Freundin Geburtstag und da ist mir dieses Garn eingefallen.

Über mich

Mein Bild
Die Idee Dinge des täglichen Gebrauchs selbst herzustellen hat mich immer schon fasziniert. Außerdem liegt es mir sehr am Herzen altes Wissen nicht verloren gehen zu lassen. Manchmal könnte man mich als Konsumverweigerin bezeichnen, allerdings bin ich den modernen Dingen durchaus nicht abgeneigt, ich habe nur etwas gegen die Wegwerfgesellschaft. Ich habe einen Hang zu alten Dingen, sei es nun Möbel, altes Geschirr, Klamotten. Bücher stehen in stetiger Konkurrenz mit meiner Spinnerei. So lese ich gerne Bücher über den asiatischen Raum, ab und zu Fantasy und sozialkritische Bücher und natürlich sammle ich Bücher über Spinnen, Färben, Handarbeiten. Wie könnte es anders sein. Nebenbei habe ich auch noch den unseligen Hang Kochbücher zu sammeln, gekocht wird dann allerdings in den meisten Fällen "Schnelle Küche". Zur Erntezeit muß ich allerdings das Spinnzeug weglegen und auch mal in die Küche bzw. vorher in den Garten gehen. Dann wird eingekocht und eingemacht. Ich habe zum Leidwesen meines Mannes den Hang bei dem Anblick von Wollfasern alles um mich herum zu vergessen und natürlich Unmengen an Spinnfutter gehortet.