Sonntag, 17. Juni 2018

Coilgarn

Bei meinem Spinnkurs, war eine Teilnehmerin gleich zu Anfang ganz verrückt nach Art Yarn.
Das hat mich inspiriert mich auch wieder mal daran zu versuchen.
Ich überlege, dann immer, wo ich es am besten unterbringen kann. Aber diesmal bin ich auf eine wirklich gute Idee gekommen. Derzeit stricke ich an einer Weste und da die superbunte Wolle ein bißchen zu wenig ist, kombiniere ich sie einfach mit diesem Coilgarn.
Und tatsächlich, es fügt sich sehr harmonisch ein.
Die Arbeit geht leider etwas schleppend voran, da derzeit der Garten und das Einkochen  vorgeht. 

Donnerstag, 17. Mai 2018

Spinntreffen in Fieberbrunn Eindrücke

Wie jedes Jahr hatten wir auch dieses Jahr wieder ein großes Spinntreffen im Sozialzentrum in Fieberbrunn.
Freitag abend gemeinsames Abendessen und Samstag ging es dann richtig los mit Spinnen.

Diesmal auch mit dem Spinnspiel "Reise nach Jerusalem".
Mit 3 - 4 Stunden ging es sich allerdings nicht aus. Vermutlich war jede mit dem 100g Kammzug etwas zu großzügen. Auf jeden Fall war es unglaublich lustig und wir hatten viel Spaß.

Bedanken wollen wir uns noch ganz herzlich beim Sozialzentrum Fieberbrunn und seinen Bewohnern.
Jedes Jahr ermöglicht ihr es uns zu euch zu kommen und bei euch zu spinnen. Über euer großes Interesses haben wir uns sehr gefreut.







Freitag, 13. April 2018

Carnaby Skirt aus Milchseide

Nachdem ich 2 Teströcke gestrickt hatte, ging es nun an den eigentlichen Wunschrock. Da ich 3 Farbe verwendete, musste ich immer wieder die Fäden abschneiden, sodass ich vorher lieber austesten wollte, wie der Rock wird.









Hier noch der Rest meiner Sockenwollfärbeaktion rechtzeitig zum Spinntreffen in Fieberbrunn nächste Woche


Montag, 2. April 2018

Carnabyskirt der Zweite

Wieder mal aus dem gehorteten Stash meiner Oma, habe ich noch einen wirklich warmen Winterrrock fabriziert. Die wunderschönen Knöpfe sind wieder vom Knopferlmayer in Salzburg. Ein Knopferlgeschäft mit 250 Jahre alten Charme. Die lieben Damen im Geschäft lassen den Kunden sogar hinter die Buddel, um die Knöpfe näher zu betrachten und sind voll engagiert, was das Aussuchen der richtigen Knöpfe anbelangt.









Die Ostereierfarben habe ich heuer direkt weiterverwertet, um Sockenwolle zu färben. Hier der erste Schwung.

Donnerstag, 29. März 2018

Handschuhparade

Was tun mit 100 - 200 g Kammzügen? Ich verspinne die eigentlich unheimlich gerne, weil sie flott gehen. Meistens sind es Tauschwaren oder Geschenke und es ist natürlich immer schön, etwas zu verspinnen, was andere gefärbt haben.
Dann stehe ich immer vor der großen Frage, wie ich es verarbeiten soll.
Tücher habe ich ja mittlerweiler genug.
In dem kalten Winter waren warme Handschuhe gefragt. Wenn man das System einmal kapiert hat, gehen die Dinger ja ganz flott von der Hand und verbrauchen eigentlich auch nicht viel Wolle.
Zuallererst war mir nach Frühlingsfarben. Eine liebe Freundin hat mir die pflanzengefärbten Batts geschenkt und diese Handschuhe waren für mich, weil ich ganz dringend welche brauchte, wenn ich mit dem Hund spazieren gehe.

Und weil es so schön war, bin ich mal auf die Suche nach den vielen 100 g Garnen auf den Dachboden gegangen. Schwups waren welche für meine Tochter, meine Mama und meinen Sohn fertig. Wobei die für meinen Sohn aus Kaufwolle sind, der hat immer farbenmäßig Extrawünsche. Sohn wollte dann auch noch die Daumenspitze frei haben, um auch in der Kälte sein Smartphone bedienen zu können.

Mittwoch, 28. März 2018

Doggln

Diesmal Größe 39. Mir gefällt besonders dieser Stoff sehr gut. Ich versuche ein wenig andere Wege zu gehen. Genau genommen haben die Doggln im Tiroler Unterland vorne noch eine Leder- oder  Stoffkappe und auch an der Ferse oft noch einen Schutz. Allerdings finde ich, macht das die Schuhe sehr klobig. Und da sie nicht wie früher mehr außen getragen werden sondern als reine Hausschuhe brauchen sie auch nicht so viel Schutz.

Freitag, 16. Februar 2018

Diesmal edle Doggln

Und wieder ist ein Paar fertig geworden. Mit jedem Paar werde ich besser und diesmal sind sie besonders edel geworden.
Jetzt habe ich auch die ultimative Technik entdeckt, um mit der Nadel durch die dicke Filzsohle zu kommen. Und zwar schlage ich vorher Nägel ein und somit geht die Nadel durch wie Butter.

Montag, 22. Januar 2018

Rollercoaster Triangel

Zur Abwechslung mal wieder einen Rollercoaster Triangel
Diese Wolle hat jetzt endlich ihre Bestimmung gefunden. Es war mein erster Kammzug, den ich damals auf meinem neuen Sonata gesponnen habe.
Nur wusste ich nie so recht was ich daraus machen sollte. 2 x habe ich wieder
aufgetrennt und dann lag die Wolle ziemlich lange.
Jetzt hat eine liebe Freundin Geburtstag und da ist mir dieses Garn eingefallen.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Doggln

Im vorigen Post habe ich es bereits erwähnt. Mich hat das Doggl-Fieber gepackt.
Die Tiroler und Salzburger werden sie wohl kennen, die feinen Hausschuhe aus mehreren Schichten Stoff, die früher in fast jedem Haushalt aus gebrauchter Kleidung selbst erzeugt wurden.
Also sind wir im Herbst auf einen Bauernhof mitten auf einer Skipiste unter ziemlich abenteuerlichen Umständen (die Piste war bereits beschneit und es gab jede Menge Schnee) 2 Vormittage hinauf gefahren und haben uns zeigen lassen, wie das so geht mit dem Nähen von Doggln.
Schwere Arbeit für die Finger ist es, das kann ich euch versichern. Aber es lohnt sich. Diese Hausschuhe (früher wurden sie übrigens auch für draußen benutzt, aber da wurde ja auch nicht gesalzen) sind wirklich super warm und wunderbar zu tragen.
Aus Osttirol haben wir dann noch gebrauchte Schuhleisten ergattert und somit stand der Produktion nichts mehr im Wege.




Und endlich kann ich meine zahlreichen Stoffreste verbrauchen. Nach einer kurzen Spritztour auf den Dachboden, habe ich festgestellt, dass hier sehr viel Material vorhanden ist und bei jedem schönen Überzugsstoff kommt mir eine neue Idee. Hier auf den Fotos könnt ihr die noch unfertigen Doggln sehen. Bei Gelegenheit werde ich mal ein Tutorial erstellen.









Mittwoch, 10. Januar 2018

Cheviot Glitzi

 Meine Freundin hatte den Kammzug angesponnen, aber nach einer dreiviertel Spule die Nase voll von Glitzi, also hat sie ihn mir geschenkt und ich habe prompt fertig gesponnen und seitdem hat mich das Spinnfieber wieder. Die ganze Weihnachtszeit war das Spinnrad Stiefkind, weil Socken stricken und Doggln machen einfach wichtiger waren.

 Und damit sie nicht ganz ohne Spinnfutter ist, habe ich ihr schnell Batts aus Merino und Satinangora gekurbelt.




Über mich

Mein Bild
Die Idee Dinge des täglichen Gebrauchs selbst herzustellen hat mich immer schon fasziniert. Außerdem liegt es mir sehr am Herzen altes Wissen nicht verloren gehen zu lassen. Manchmal könnte man mich als Konsumverweigerin bezeichnen, allerdings bin ich den modernen Dingen durchaus nicht abgeneigt, ich habe nur etwas gegen die Wegwerfgesellschaft. Ich habe einen Hang zu alten Dingen, sei es nun Möbel, altes Geschirr, Klamotten. Bücher stehen in stetiger Konkurrenz mit meiner Spinnerei. So lese ich gerne Bücher über den asiatischen Raum, ab und zu Fantasy und sozialkritische Bücher und natürlich sammle ich Bücher über Spinnen, Färben, Handarbeiten. Wie könnte es anders sein. Nebenbei habe ich auch noch den unseligen Hang Kochbücher zu sammeln, gekocht wird dann allerdings in den meisten Fällen "Schnelle Küche". Zur Erntezeit muß ich allerdings das Spinnzeug weglegen und auch mal in die Küche bzw. vorher in den Garten gehen. Dann wird eingekocht und eingemacht. Ich habe zum Leidwesen meines Mannes den Hang bei dem Anblick von Wollfasern alles um mich herum zu vergessen und natürlich Unmengen an Spinnfutter gehortet.