Sonntag, 6. März 2011

Für meine Spinnvorführung habe ich ein wenig Färbeorgie betrieben. Damit die Kids auch was zum Üben haben.

Dienstag, 1. März 2011

Mütze

Diese Mütze habe ich zum Schal dazupassend gestrickt, allerdings die Fäden doppelt genommen. Eine Anleitung dazu wird noch nachgereicht.




In die Mütze ist das gleiche Pfauenmuster hineingestrickt, wie in diesen Schal hier: http://poledraskreativwerkstatt.blogspot.com/search/label/T%C3%BCcher

Mittwoch, 23. Februar 2011

Noch ein Tuch

Noch ein 22,5 Degree Baktus ist fertig geworden.

Das Kreativwanderpaket war bei mir!

Gestern hat es bei mir Station gemacht und wieder kamen wir aus dem Staunen und Begutachten all der schönen Sachen nicht heraus.
Ich habe so gehofft, daß Lehmi mehr als einen "Drecksack" ins Paket getan hat und ich hatte Glück. Meine Mutter ist Schneiderin und in all den Jahren hat sie ihre Fädenräste immer in Häufchen gehortet. :) Das hat nun ein Ende.
Außerdem die wunderschöne Strickzeugtasche von Lehmi. So was suchte ich schon lange, aber da nähtechnisch unbegabt, keine Chance. Jetzt ist mein Strickzeug, wenn ich unterwegs bin, endlich ordentlich verstaut.
Bei der Handspindel von Melinoliesl's Vater waren sich mein Sohn und ich einig, sie mußte auch hierbleiben. Mein Sohn liebt Handspindeln und wie ihr seht, haben wir schon ein wenig angesponnen, sie läuft ganz wunderbar, viele besser als meine anderen.
Bei Teerose's Schmuck werde ich leider auch immer ganz schwach und die Kette ist genau meine Farbe.
In den Regenbogenschal von SaLü hat sich meine Tochter verliebt und ließ ihn einfach nicht mehr aus. Der durfte heute schon in die Schule mit.
Allen fleißigen Kreativbomben vielen Dank für die wunderschönen Sachen. Ich habe natürlich wieder großzügig aufgefüllt.

Dienstag, 22. Februar 2011

Spinnchallenge go Perlig

Beim Handspinnforum habe ich bei einer Spinnchallenge, die den Namen "go Perlig" trägt, mitgemacht. Richtig geraten, Perlen sollen eingesponnen werden. Allerdings war ich nicht auf die Menge der Perlen gefaßt. :)
 Naja auch nicht schlimm, dachte ich mir, die meisten hängen ja an einem Strang. Nur leider sind sehr viele davon wirklich zu klein für die Nadel, das haben diese Mistdinger manchmal so an sich. Also Strang aufgemacht, die Guten ins Töpchen, die Schlechten ins Kröpfchen, nur das es bei mir hieß, "die Schlechten ins Töpfchen, die Guten auf die Nadel". Leider habe ich keine Tauben zur Verfügung, wohl aber mein Töchterchen, welches ganz gerne mal fädelt. Was würde man bloß ohne 7jährige Mädchen machen. :)
Ich halte tapfer durch und eine knappe halbe Spule ist schon verzwirnt. Die Perlen werden unter dem Verzwirnen eingeknüpft, jeweils in 2 m Etappen, sonst gibts wieder Knotenwirrwarr. Also ziemlich langsam die Geschichte. Nichts für Ungeduldige.

Sonntag, 13. Februar 2011

gefilzte Häkelblüten mal zwischendurch

Wenn frau ein größeres Werk vollbracht hat, in meinen Fall den lila Schal und noch den kleineren Baktus, dann fühlt frau sich manchmal irgendwie unruhig. Größere Projekte alle abgeschlossen, neue Ideen zwar im Kopf, aber irgendwie noch ein wenig zu unausgegoren. Müssen noch ein bißchen warten. Dazwischen muß einfach mal etwas Kleines her, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Diesmal waren es Häkelblüten, die ich in der Waschmaschine gefilzt habe. Die Wolle war ein Überbleibsel von meinem Suffolktuch und da war der letzte Rest gerade gut genug. Faden einfach doppelt genommen und los ging die Häkelei. Wider Erwarten sind sie wirklich hübsch geworden. Sie finden sicher eine Verwendung. Bloß weiß ich noch nicht so recht wofür.

Freitag, 11. Februar 2011

Schal

So und jetzt mein 1,70 m langer und 45 breiter Schal. Das meiste davon habe ich im Krankenhaus gestrickt, vermutlich wäre ich sonst eh noch nicht fertig. :) Er ist aber aus Kaufwolle 80 % Babyalpaka und 20 % Maulbeerseide. Es ist ein Pfauenmuster aus "Omas Strickgeheimnisse" und insgesamt habe ich - glaube ich - 4 x aufgetrennt. Nadeln zu klein, sodaß es aussah wie ein trachtiges Irgendwas, dann wieder beim Muster herumexperimentiert und nicht gefunzt, aber schließlich hat es mit den dicken Nadeln funktioniert und er fällt jetzt so schön weich und luftig, wie ich ihn haben wollte. Das ganze ist eine Auftragsarbeit und verläßt mich am Montag, bis dahin darf ich ihn noch ein wenig selbst bewundern. :)

Tuch aus Teeroses Kammzug


Vorgestern habe ich aus meinem Effektgarn mit Perlen den 22,5 Baktus gestrickt. Für ein
großes Tuch war das Garn zu wenig, aber für dieses Halstuch hat es gerade gereicht.
Ein Muster habe ich auch noch hineingestrickt und zwar die Lochstreifen aus "Omas Strickgeheimnisse". Außer den großen Perlen, die wieder mal ganz furchtbar glänzen beim Foto sind noch ganz kleine grüne Perlen eingesponnen, leider kann man die nicht gut erkennen.
Auf jeden Fall weiß ich jetzt, wenn die Grenze mit den Perlen nicht beim Einzugsloch liegt, dann spätestens bei meinem Wollwickler.

Nachtrag: für alle, die gerne die Anleitung hätten: http://www.ravelry.com/patterns/search#query=22%2C5%20degree . Allerdings muß man sich vorher registrieren, die Anleitung gibt es als pdf-Datei auch in Deutsch.

Das Muster habe ich dann noch dazu eingestrickt und zwar folgendermasssen:
Maschenzahl teilbar durch 7


O O O O O - -      <---  3. Reihe       
V / O / X - -         <-----1. Reihe
Rückreihen wie sie erscheinen

O = glatte Masche
- = verkehrte Masche
V = 1 Masche abheben, 1 glatt stricken darüberziehen
X = 2 Maschen rechts zusammenstricken
/ = Umschlag



Sonntag, 30. Januar 2011

Rohwolle waschen

Kimbajana hat mir vor Weihnachten Jakobschaf geschickt. Bis jetzt bin ich nicht dazu gekommen es zu waschen, da aber die Wolle nicht feucht war und in einem Pappkarton war, habe ich sie einstweilen im Keller gelagert. Eigentlich sollte man sie ja so schnell wie möglich waschen, mir hat aber echt die Zeit gefehlt. Heute hatte ich endlich Zeit und nun wurde die Jakobsschafwolle gewaschen.
Hier eine kleine Anleitung zum Rohwolle waschen:

Generell finde ich es eigentlich gar nicht sooo schwierig und aufwendig. Was braucht frau dazu:
  • einen großen Bottich oder Wäschewandl
  • einen Kübel
  • heißes Wasser
  • Spülmittel
  • evtl Wäschestampfer, falls frau irgendwo einen auftreibt
  • großes Plastiksieb
  • Essig, um den Ph-Wert wieder herzustellen.

Bevor ich die Wolle einweiche sortiere ich sie und zwar in lange Fasern, kürzere Fasern und unspinnbare Fasern, d.h. Nachschnitt und sehr kurze Fasern.
Kürzere Fasern haben durchaus ihre Vorteil, da sie sich sehr gut zum Strickfilzen eignen, sofern das Kardiergerät sie akzeptiert. Ich habe einen Ashford Wild Carder, der schluckt die eigentlich. Lange Fasern stehen beim Strickfilzen nämlich ganz gerne heraus, was ich persönlich nicht so prickelnd im Endprodukt finde.
Nach Möglichkeit entferne ich auch alle größeren Heuteile und sonstigen grauslichen Sachen (jeder, der schon direkt vom Bauern Schafwolle geholt hat, weiß wohl was ich mit "grauslich" meine).

Im Sommer arbeite ich meistens im Garten, was aber den Nachteil hat, daß ich Unmengen an heißem Wasser hinunterschleppen muß. Allerdings eignet sich der Gartenschlauch wunderbar zum Spülen und es ist auch nicht so schlimm, wenn mal etwas daneben geht.
Im Herbst und Winter benutze ich einfach die Badewanne und stelle das Wäschewandl hinein.
Generell eher kleine Mengen waschen, da sich sonst der Dreck nicht so gut hinauswaschen läßt. Herbstschur ist meistens weniger eingestreut und eingesaut wie Frühjahrschur, weshalb ich dazu übergegangen bin, nur mehr Herbstschur zu holen.

Also gut los gehts:
Ich fange mit einer relativ niedrigen Temperatur an und gehe dann langsam höher bis der Bottich voll ist. Dadurch gewöhnt sich die Wolle  an die Temperatur und neigt weniger zum Filzen. Ach ja Spülmittel nicht vergessen, immerhin soll die Wolle ja sauber werden. Durch die hohe Temperatur löst sich das Wollfett.  Ich muß sagen, ich bin nicht zimperlich mit der Temperatur, meistens hat sie so ungefair 60 Grad.
Im Sommer kann man den Bottich ganz wunderbar auch von der Sonne warmhalten lassen. Zwischendurch bearbeite ich die Wolle mit dem Wäschestampfer, damit der Dreck rausgeht. Nach einigen Stunden oder einer Nacht, je nach Verschmutzungsgrad und Zeit schaufle ich die Wolle in den anderen Kübel, die letzten Reste gieße ich über dem Sieb ab, was gerade bei der Badewanne vorteilhaft ist, sonst hat frau bald eine Mordsverstopfung in den Rohren.
Dann kommt die Wolle nochmals einige Zeit ins Spülibad. Manchmal reicht 2 x, manchmal muß man auch öfters einweichen. Die Jakobsschafwolle war eigentlich sehr sauber, bereits bei der 2. Spülung war eigentlich nur mehr klares Wasser darin.
Anschließend spüle ich die Wolle entweder mit Dusche oder Gartenschlauch. Ein Schuß Essig noch in das Ausspülwasser, damit der Ph-Wert der Wolle wieder hergestellt wird.  Bitte immer darauf achten, daß der Temperaturunterschied nicht so krass ist, d.h. nicht warme Wolle kalt duschen. Im Garten muß man eben darauf warten bis sie abgekühlt ist. Meistens mache ich das dann in der Dämmerung. In Tirol wirds ja auch im Sommer abends relativ kalt. :) Irgendeinen Vorteil muß das ja haben.  
Meine neueste Errungenschaft ist eine alte Zentrifuge (Wäscheschleuder). Sie leistet wunderbar gute Dienste, erstens wird da noch jede Menge Einstreu rauszentrifugiert und zweitens ist sie dann nicht mehr tropfnaß, sodaß sie dann relativ schnell trocken wird.

Das war es eigentlich, ich finde nicht, daß das eine große Hexerei ist. Zum Glück haben wir eine Dusche, sodaß es nichts ausmacht, wenn ich die Badewanne mit meiner Wolle belege. :)

Natürlich kann man jetzt einwenden, daß der Energieverbrauch hier auch relativ hoch ist. Natürlich brauche ich ziemlich viel Wasser für die Einweicherei und Spülerei. Allerdings benutze ich das letzte Spülwasser meistens dazu, um gleich den Garten ein wenig zu wässern. Bis jetzt hat das den Blümchen nicht wirklich geschadet. Die Betonung liegt auf Blümchen nicht auf Gemüse. :)

Kardiert

Manchmal ist kardieren eine wunderbare Tätigkeit, wenn Frau sich abreagieren will oder frustriert ist. Irgendwie hilft mir das immer runterzukommen. So eine kleine Kardiersession kann bei mir Wunder wirken. Diese Butts sind  Scottish Blackface mit Ostereierfarben gefärbt.

Über mich

Mein Bild
Die Idee Dinge des täglichen Gebrauchs selbst herzustellen hat mich immer schon fasziniert. Außerdem liegt es mir sehr am Herzen altes Wissen nicht verloren gehen zu lassen. Manchmal könnte man mich als Konsumverweigerin bezeichnen, allerdings bin ich den modernen Dingen durchaus nicht abgeneigt, ich habe nur etwas gegen die Wegwerfgesellschaft. Ich habe einen Hang zu alten Dingen, sei es nun Möbel, altes Geschirr, Klamotten. Bücher stehen in stetiger Konkurrenz mit meiner Spinnerei. So lese ich gerne Bücher über den asiatischen Raum, ab und zu Fantasy und sozialkritische Bücher und natürlich sammle ich Bücher über Spinnen, Färben, Handarbeiten. Wie könnte es anders sein. Nebenbei habe ich auch noch den unseligen Hang Kochbücher zu sammeln, gekocht wird dann allerdings in den meisten Fällen "Schnelle Küche". Zur Erntezeit muß ich allerdings das Spinnzeug weglegen und auch mal in die Küche bzw. vorher in den Garten gehen. Dann wird eingekocht und eingemacht. Ich habe zum Leidwesen meines Mannes den Hang bei dem Anblick von Wollfasern alles um mich herum zu vergessen und natürlich Unmengen an Spinnfutter gehortet.