Es mußte mal wieder etwas in den Farbtopf. Mein Sohn wünscht sich eine Mütze, die "nach hinten herunterhängt", also "sowas cooles".
Das Wühlen in meinen Strängen brachte nichts nach seinem Geschmack hervor, also habe ich gestern Corridale-Kammzüge gefärbt.
Samstag, 12. Januar 2013
Mittwoch, 9. Januar 2013
gelöffelt, nicht gegossen
Der Sohn meiner Freundin braucht dringend Nachschub an Salzseife. Und weil alles besser ist als lernen, war es wieder mal Zeit zum Seife sieden.
Ganz gemütlich wollte ich ein Seifchen sieden. Kinder beschäftigt, also ran an die Töpfe. So war es gedacht.
Aber kaum hat Mum verkündet, dass sie jetzt Seife siedet und die Küche Sperrzone ist, hat meine Tochter beschlossen ein Freundebuch auszufüllen. So ca. jede 2. Minute wackelte sie daher und fragte wie man diverse Wörter buchstabiert. Weil ja Mum eine Nette ist, hat sie geduldigt vor sich hin buchstabiert und irgendwann statt 500 ml Öl einen ganzen Liter Öl in den Topf gekippt.
Auf gut Deutsch die ganze schöne Berechnung war im Eimer.
Also neu berechnet, fieberhaft gewogen, da die festen Fette knapp wurden. Ein Glück, dass der Rest Schweinefett, der eigentlich gar nicht in die Seife sollte genau die gleichen Verseifungszahlen wie dieses Cremana hatte. Beides ging sich tatsächlich auf den Gramm genau aus.
Allerdings hatte ich jetzt statt 1 kg Seife 2kg und eigentlich sollte es ja eine Salzseife werden, die ja sowieso dazu neigt unermesslich mehr zu werden, wenn man noch einen kg Salz hinzufügt.
Tja Pi mal Daumen die komplette gerührte Masse geteilt und dann erst in die eine Hälfte das Salz gekippt. Binnen Sekunden war das Ganze keine schöne Cremesuppe mehr, sondern ziemlich feste Masse. Zwischendurch kam dann noch mein Mann in das Formen- und Seifenchaos, was auch nicht gerade dazu beitrug, daß ich schneller arbeiten konnte.
Also die schon ziemlich feste Salzseife tapfer in die Formen gelöffelt. Mittlerweile hat aber auch der zweite Teil der Seife (die ohne Salz) beschlossen in eine festere Form überzugehen. Das war es dann auch mit dem kunstvollen Marmorieren.
Es wurde nur mehr gelöffelt, um zu retten, was noch zu retten war. Beim Löffeln der zweiten Seife verfärbte sich das schöne Lila dann auch noch in undefinierbares Grün.
Die zweite Seife ist jetzt bei genauerer Begutachtung doch wieder in eine einigemassen vernünftige Farbe übergegangen. Aber zur Weltmeisterklasse zählt sie ganz sicher nicht.
Ich glaube mehr als einem Kilogramm Seife bin ich schlicht und einfach nervlich nicht gewachsen.
Ganz gemütlich wollte ich ein Seifchen sieden. Kinder beschäftigt, also ran an die Töpfe. So war es gedacht.
Aber kaum hat Mum verkündet, dass sie jetzt Seife siedet und die Küche Sperrzone ist, hat meine Tochter beschlossen ein Freundebuch auszufüllen. So ca. jede 2. Minute wackelte sie daher und fragte wie man diverse Wörter buchstabiert. Weil ja Mum eine Nette ist, hat sie geduldigt vor sich hin buchstabiert und irgendwann statt 500 ml Öl einen ganzen Liter Öl in den Topf gekippt.
Auf gut Deutsch die ganze schöne Berechnung war im Eimer.
Also neu berechnet, fieberhaft gewogen, da die festen Fette knapp wurden. Ein Glück, dass der Rest Schweinefett, der eigentlich gar nicht in die Seife sollte genau die gleichen Verseifungszahlen wie dieses Cremana hatte. Beides ging sich tatsächlich auf den Gramm genau aus.
| Salzseife beduftet mit Ylang Ylang, Zedernholz Himalaja, Petit Grain |
| Seife beduftet mit Fresh Tea |
Allerdings hatte ich jetzt statt 1 kg Seife 2kg und eigentlich sollte es ja eine Salzseife werden, die ja sowieso dazu neigt unermesslich mehr zu werden, wenn man noch einen kg Salz hinzufügt.
Tja Pi mal Daumen die komplette gerührte Masse geteilt und dann erst in die eine Hälfte das Salz gekippt. Binnen Sekunden war das Ganze keine schöne Cremesuppe mehr, sondern ziemlich feste Masse. Zwischendurch kam dann noch mein Mann in das Formen- und Seifenchaos, was auch nicht gerade dazu beitrug, daß ich schneller arbeiten konnte.
Also die schon ziemlich feste Salzseife tapfer in die Formen gelöffelt. Mittlerweile hat aber auch der zweite Teil der Seife (die ohne Salz) beschlossen in eine festere Form überzugehen. Das war es dann auch mit dem kunstvollen Marmorieren.
Es wurde nur mehr gelöffelt, um zu retten, was noch zu retten war. Beim Löffeln der zweiten Seife verfärbte sich das schöne Lila dann auch noch in undefinierbares Grün.
Die zweite Seife ist jetzt bei genauerer Begutachtung doch wieder in eine einigemassen vernünftige Farbe übergegangen. Aber zur Weltmeisterklasse zählt sie ganz sicher nicht.
Ich glaube mehr als einem Kilogramm Seife bin ich schlicht und einfach nervlich nicht gewachsen.
Sonntag, 6. Januar 2013
Während des Lernens...
wurden bis jetzt fertig:
Das ist doch jetzt irgendwie total peinlich, oder?
Beim Spinnen, Filzpatschen oder Sockenstricken ohne Muster kann man gut auswendig lernen, aber ob es wirklich funktioniert, werde ich dann wohl bei der Prüfung wissen.
Wenn ich sie nicht schaffe, dann war ich wenigstens sehr produktiv und ein paar Leute haben warme Füsse und warme Hälse.
- 3 Paar Socken
- 3 dünn gesponnene Stränge navajoverzwirntes Polwarth-Garn (Foto folgt noch)
- 4 Paar Filzpatschen oder so?
- 1 Rollercoaster Triangle
- 2 Paar Marktfrauenhandschuhe
- 1 Paar Handschuhe
- 2 Stränge Satinangorawolle (da kann man unmöglich lernen, so kurz sind die Fasern)
- ein Granny's Schal (jetzt sind mir die Wollreste ausgegangen)
- 1 Princess Schal
- am Spinnrad Neuseelandlammwolle mit Farbverlauf
Das ist doch jetzt irgendwie total peinlich, oder?
Beim Spinnen, Filzpatschen oder Sockenstricken ohne Muster kann man gut auswendig lernen, aber ob es wirklich funktioniert, werde ich dann wohl bei der Prüfung wissen.
Wenn ich sie nicht schaffe, dann war ich wenigstens sehr produktiv und ein paar Leute haben warme Füsse und warme Hälse.
Dienstag, 25. Dezember 2012
Ich habe gewonnen!
Und zwar bei einer Blogverlosung.
Ich konnte es gar nicht fassen. Und heute ist endlich das Paket von SaNe! Schnitt
angekommen.
Und sogar eine Kone Glitzerfaden als kleine Anregung für ein Art Yarn hat sie mir noch eingepackt. Der Kammzug ist wunderschön und da wir gerade am Wegfahren waren, habe ich das Paket gleich im Auto ausgepackt - wozu hat man Autoschlüssel. ;)
Liebe, liebe Sara, ganz herzlichen Dank für den tollen Kammzug. Die Spinnerwelt ist klein, ich hatte schon mal einen netten Tausch mit ihr: sie hat mir einen tollen Drecksack für mein Spinnrad genäht.
Des weiteren sind gestern noch meine Socken aus meinem versponnenen Coburger Fuchs fertig geworden. Sie sind wunderbar warm und ich habe ja noch vieeeel Wolle, um weitere Socken zu stricken.
Ich konnte es gar nicht fassen. Und heute ist endlich das Paket von SaNe! Schnitt
angekommen.
Und sogar eine Kone Glitzerfaden als kleine Anregung für ein Art Yarn hat sie mir noch eingepackt. Der Kammzug ist wunderschön und da wir gerade am Wegfahren waren, habe ich das Paket gleich im Auto ausgepackt - wozu hat man Autoschlüssel. ;)
Liebe, liebe Sara, ganz herzlichen Dank für den tollen Kammzug. Die Spinnerwelt ist klein, ich hatte schon mal einen netten Tausch mit ihr: sie hat mir einen tollen Drecksack für mein Spinnrad genäht.
Des weiteren sind gestern noch meine Socken aus meinem versponnenen Coburger Fuchs fertig geworden. Sie sind wunderbar warm und ich habe ja noch vieeeel Wolle, um weitere Socken zu stricken.
Sonntag, 23. Dezember 2012
Die letzten Filzpatschen vor Weihnachten und frostige Handschuhe
Die allerletzten Filzpatschen dieses Jahres sind rechtzeitig vor Weihnachten fertig geworden. Alle Aufträge sind abgearbeitet und ich kann jetzt endlich wieder das stricken, was mir Spaß macht. ;)
Vor kurzem als ich einen Abstecher in den Heizkeller gemacht habe, habe ich zwei Riesenpakete entdeckt, die eindeutig nicht für die Kinder sind. Muß ich ja wissen, ich habe mich ja um die Geschenke für die Kinder gekümmert.
Eigentlich haben mein Mann und ich ja die Abmachung, daß wir uns gegenseitig nichts schenken. Allerdings habe ich vor einiger Zeit ein vergriffenes Parfüm für ihn aufgetan, leider nur ein sehr kleines Fläschchen. Also habe ich ihm mitgeteilt, daß er doch was kitzekleines bekommt.
So - und jetzt lagern da unten zwei Riesenpakete. Wo bekommt man 2 Tage vor Weihnachten hier am Land noch irgendwelche außergewöhnlichen Dinge her, die meinem Mann gefallen könnten. Also ran an die Nadeln - er bettelt sowieso schon seit Wochen um Handschuhe. Die Schwierigkeit lag eher darin, daß ich nicht unauffällig abmessen konnte. Aber ich denke doch, daß sie passen.
Eigentlich haben mein Mann und ich ja die Abmachung, daß wir uns gegenseitig nichts schenken. Allerdings habe ich vor einiger Zeit ein vergriffenes Parfüm für ihn aufgetan, leider nur ein sehr kleines Fläschchen. Also habe ich ihm mitgeteilt, daß er doch was kitzekleines bekommt.
So - und jetzt lagern da unten zwei Riesenpakete. Wo bekommt man 2 Tage vor Weihnachten hier am Land noch irgendwelche außergewöhnlichen Dinge her, die meinem Mann gefallen könnten. Also ran an die Nadeln - er bettelt sowieso schon seit Wochen um Handschuhe. Die Schwierigkeit lag eher darin, daß ich nicht unauffällig abmessen konnte. Aber ich denke doch, daß sie passen.
Donnerstag, 13. Dezember 2012
Rollercoaster Triangle
Traumhaft weich aus Babycamel und Seide. Dieser Rollercoaster ist wirklich ein Halsschmeichler geworden.
Und die hübschen Maschenmarkierer, die ich von Arachnida aus dem Spinnforum beim Spinntreffen in Salzburg bekommen habe, mußten auch noch mit auf das Foto. Sie passen ja wirklich gut dazu.
Und die hübschen Maschenmarkierer, die ich von Arachnida aus dem Spinnforum beim Spinntreffen in Salzburg bekommen habe, mußten auch noch mit auf das Foto. Sie passen ja wirklich gut dazu.
Freitag, 30. November 2012
Bergschaf mit Neuseelandwolle
Etliche Batts habe ich wieder kardiert. Was auf dem Foto leider nicht zur Geltung kommt sind die hineinkardierten Grüntöne. Die Wolle ist für Filzpatschen, die einen Farbverlauf bekommen. Zur Spitze hin sollen sie nur mehr blau-grau sein.
Und diese riesigen Filzpatschen sind aus meinen Cafe Melange - Batts gemacht.
Und diese riesigen Filzpatschen sind aus meinen Cafe Melange - Batts gemacht.
Donnerstag, 29. November 2012
Satinangora versponnen
Sie fühlt sich so weich an wie das Kaninchen. Einfach traumhaft.
Hier meine Klara und ihre versponnene Wolle. Es hat schon was, wenn man was vom eigenen Tier verspinnt.
Hier meine Klara und ihre versponnene Wolle. Es hat schon was, wenn man was vom eigenen Tier verspinnt.
Mittwoch, 14. November 2012
Cafe Melange
Für die vielen, vielen Filzpatschen, die ich so mache, stelle ich ja normalerweise nicht extra die Batts und das fertig gesponnene ein. Ist es meistens ja doch recht dicke und gröbere Wolle und jetzt nicht gerade eine große Herausforderung zu spinnen.
Diese Batts sind aber so hübsch zum Ansehen, daß ich sie euch nicht vorenthalten möchte.
Also hier "Cafe Melange" aus braunem und weißem Bergschaf.
Diese Batts sind aber so hübsch zum Ansehen, daß ich sie euch nicht vorenthalten möchte.
Also hier "Cafe Melange" aus braunem und weißem Bergschaf.
Montag, 12. November 2012
Regenbogenhandschuhe
Wenn man mal weiß, wie sie gehen, sind sie dann gar nicht mehr so schwer.
Bereits sehnsüchtig von meiner Tochter erwartet und immer wieder mal hoffnungsvoll durch das Wohnzimmer getrabt, ob die Handschuhe vielleicht schon fertig sind.
Der Regenbogenkammzug war aus einem Spinnfaserwanderpaket und ich mag diese vielen Farbverläufe. Und tatsächlich ist soviel Wolle übrig geblieben, daß sich sogar noch eine Mütze daraus ausgeht.
Aber vorerst muß die noch warten, wie üblich vor Weihnachten ist wieder dieser Filzpatschenwahn ausgebrochen. Ich weiß genau nach Weihnachten rühre ich diese dicken Nadeln dann wieder monatelang nicht an.
Bereits sehnsüchtig von meiner Tochter erwartet und immer wieder mal hoffnungsvoll durch das Wohnzimmer getrabt, ob die Handschuhe vielleicht schon fertig sind.
Der Regenbogenkammzug war aus einem Spinnfaserwanderpaket und ich mag diese vielen Farbverläufe. Und tatsächlich ist soviel Wolle übrig geblieben, daß sich sogar noch eine Mütze daraus ausgeht.
Aber vorerst muß die noch warten, wie üblich vor Weihnachten ist wieder dieser Filzpatschenwahn ausgebrochen. Ich weiß genau nach Weihnachten rühre ich diese dicken Nadeln dann wieder monatelang nicht an.
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Über mich
- Poledra
- Die Idee Dinge des täglichen Gebrauchs selbst herzustellen hat mich immer schon fasziniert. Außerdem liegt es mir sehr am Herzen altes Wissen nicht verloren gehen zu lassen. Manchmal könnte man mich als Konsumverweigerin bezeichnen, allerdings bin ich den modernen Dingen durchaus nicht abgeneigt, ich habe nur etwas gegen die Wegwerfgesellschaft. Ich habe einen Hang zu alten Dingen, sei es nun Möbel, altes Geschirr, Klamotten. Bücher stehen in stetiger Konkurrenz mit meiner Spinnerei. So lese ich gerne Bücher über den asiatischen Raum, ab und zu Fantasy und sozialkritische Bücher und natürlich sammle ich Bücher über Spinnen, Färben, Handarbeiten. Wie könnte es anders sein. Nebenbei habe ich auch noch den unseligen Hang Kochbücher zu sammeln, gekocht wird dann allerdings in den meisten Fällen "Schnelle Küche". Zur Erntezeit muß ich allerdings das Spinnzeug weglegen und auch mal in die Küche bzw. vorher in den Garten gehen. Dann wird eingekocht und eingemacht. Ich habe zum Leidwesen meines Mannes den Hang bei dem Anblick von Wollfasern alles um mich herum zu vergessen und natürlich Unmengen an Spinnfutter gehortet.

